Entwicklung gewerblicher Serviceroboter voranbringen

 

Viele Verbraucher kennen Saug- oder Wischroboter im Haushalt bereits aus ihrem Alltag. Auch im Gewerbe kommen sie seit Jahren vermehrt zum Einsatz: Als Reinigung- und Wartungsmaschinen, beispielsweise von Öl- und Gasplattformen, oder als fahrerlose Transportfahrzeuge sparen sie Kosten, entlasten das Personal und sorgen für Qualität und Sicherheit. Um den Entwicklungsaufwand für gewerbliche Service-Roboter zu senken und ihren Einsatz am Markt zu vereinfachen, wurde 2017 das Verbundprojekt SeRoNet (Servicerobotik-Netzwerk) unter der Beteiligung des innBW-Instituts FZI Forschungszentrum Informatik ins Leben gerufen. Kern des Projekts ist eine IT-Plattform, über die  Komponenten-Hersteller, Entwickler und Endkunden zusammenarbeiten. Nun rufen die Projektpartner Softwareanbieter zur Teilnahme auf. Für die Software-Hersteller bietet sich dadurch die Möglichkeit, ihre einsetzbaren Komponenten mithilfe der Markt- und Entwicklungsplattform „robot.one“ weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Gesucht werden beispielsweise Anbieter von Bahn- und Greifplanern, Navigationslösungen oder Komponenten zur Umweltwahrnehmung.

Firmen, die neue Methoden der Software- und Systemkomposition erproben und ihre Komponenten als erste auf der neuen Markplattform bekanntmachen wollen, können sich noch bis April 2020 über das Vergabeportal in mehreren Runden bewerben. Ausgeschrieben werden Entwicklungsaufträge bis zu einer Höhe von 50.000 Euro. Der Aufruf richtet sich primär an Hersteller von Softwarekomponenten, adressiert aber auch Hardwarehersteller, die Treiber für ihre Hardware auf der Plattform einstellen wollen.

Ziel von SeRoNet ist es, einen Marktplatz für vielfach kompatible und wiederverwendbare Hardware- und Softwarekomponenten anzubieten, Ressourcen zu bündeln und günstigere Robotersysteme zu ermöglichen. Interessieren sich Unternehmen für Servicerobotik, können sie in der SeRoNet-Plattform ihre spezifischen Anforderungen an das Gerät hinterlegen und schnell einen ersten Überblick über mögliche Realisierungen gewinnen. Lösungsanbietern ermöglicht die Plattform, auf einen Pool an Komponenten zuzugreifen, beispielsweise Roboterarme oder mobile Basisteile, und so ihre bereits existierenden Lösungen an die Kundenwünsche anzupassen. SeRoNet ist Teil des Technologieprogramms »Digitale Technologien für die Wirtschaft (PAiCE)«, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird.

Über das FZI

Das FZI Forschungszentrum Informatik mit Hauptsitz in Karlsruhe und Außenstelle in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-Anwendungsforschung und Technologietransfer. Es bringt die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert junge Menschen für eine akademische und wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit. Betreut von Professorinnen und Professoren verschiedener Fakultäten entwickeln die Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte, Software-, Hardware- und Systemlösungen und setzen die gefundenen Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Das FZI ist Innovationspartner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

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