Das Potenzial von Solarmodulen voll ausschöpfen

In den vergangenen Jahren gab es große Fortschritte bezüglich der Leistung von Photovoltaikmodulen: Auf der gleichen Fläche kann nun deutlich mehr Solarstrom erzeugt werden. Das führt dazu, dass Module bereits ausgewechselt werden, obwohl sie noch prinzipiell leistungsfähig sind. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hat aus diesem Grund das Forschungsprojekt RENEW gestartet. In dem Vorhaben untersucht das innBW-Institut mit Partnern, wie gebrauchte PV-Module wiederverwendet und bei Bedarf repariert werden können. Ziel ist, neue Standards bei der Bewertung von bereits genutzten Modulen zu entwickeln. Werden Module länger verwendet, ist ihr Betrieb nachhaltiger. Das reduziert zudem die Entsorgungsmengen. Sie tragen außerdem dazu bei, die globalen Ausbauziele schneller zu erreichen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) fördert das dreijährige Projekt.

RENEW steht für die Reparatur und Wiederverwendung von Solarzellen. Maximilian Engel, Projektkoordinator des RENEW-Projekts am ZSW, erläutert: „Der Markt für gebrauchte Module wächst rasant, denn die Ausbauziele für die Photovoltaik sind hochgesteckt. Hierfür brauchen wir jedes Modul – ob neu oder gebraucht – bis zum Ende seiner Betriebsfähigkeit im Betrieb. Auch wenn ich mich über die momentan hohe Ausbaugeschwindigkeit freue, dürfen wir nicht den nachhaltigen Umgang mit den dazu verwendeten Ressourcen vernachlässigen. Hierzu gilt es, gebrauchte Module effizient und damit kostengünstig mit hohem Durchsatz zu qualifizieren und gegebenenfalls zu reparieren, um sie weiter in Betrieb zu halten.“ Neben dem Einsatz in kleineren Inselanlagen sowie als Balkonkraftwerke besteht die Möglichkeit, aufgrund der hohen Menge an feldgealterten Modulen auch ganze PV-Parks mit gebrauchten Modulen auszustatten.

Über das ZSW

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 330 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 100 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte. Das ZSW ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), einem Zusammenschluss von 12 außeruniversitären, wirtschaftsnahen Forschungsinstituten.

www.zsw-bw.de

ZSW Stuttgart

Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg

Prof. Dr. Frithjof Staiß
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Tel.: 0711 7870-0
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