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13.03.2018

Beheizbare Kleidung für den Skisport

DSV-Läuferin Kira Weidle hat die Neuentwicklung aus dem Südwesten bereits genutzt. Foto: DITF

DSV-Läuferin Kira Weidle hat die Neuentwicklung aus dem Südwesten bereits genutzt. Foto: DITF

Schnee und leichte Minusgrade versprechen optimale Wettkampfbedingungen für Skisportler. Doch die Kälte kann auch zum Problem werden: Denn während langer Wartezeiten zwischen den Wettkämpfen drohen die Muskeln der Sportler zu erkalten. Eine Lösung für das Problem hat nun das innBW-Institut Deutsches Institut für Textil- und Faserforschung (DITF) in Kooperation mit der Hochschule Reutlingen entwickelt: Integrierte Heizelemente und ein leistungsfähiger Akku in den Skihosen wärmen die Sportler in der Viertelstunde zwischen Aufwärmen und Start. Die Heizhosen schließen mit dem Knie ab, da die Skischuhe nicht gewärmt werden sollen, und können vor dem Start mit einem Handgriff schnell entfernt werden. Bei den olympischen Spielen in Pyeongchang kamen sie bereits zum Einsatz.

Bisher gab es beheizbare Wettkampfbekleidung nur für Leichtathleten. Charly Waibel, verantwortlich für Wissenschaft und Material beim Deutschen Skiverband, startete daher eine Anfrage an Markus Milwich, DTIF-Bereichsleiter und Professor am „Lehr- und Forschungszentrum interaktive Materialien IMAT“ an der Hochschule Reutlingen. Die Forscher entwickelten im Sommer 2017 eine beheizbare Überhose, die die Sportler in den Zwischenphasen der Wettkämpfe warm hält.

Die deutsche Skirennläuferin Kira Weidle hat sie im Februar bereits getestet: „Die Hose ist super und funktioniert gut, vor allem wenn es Verzögerungen beim Start gibt, zum Beispiel, wenn die Strecke durch einen Unfall eine Zeitlang nicht freigegeben wird. Die Hose ist beliebt bei den Sportlern und bereits Standard“, so Weidles Urteil. Auch in Südkorea wurde sie kürzlich genutzt – die anderen Nationen registrierten die High-Tech-Hose sehr aufmerksam. Von den deutschen Athletinnen und Athleten wurden nun auch Wünsche laut, weitere Kleidungsstücke zu beheizen, zum Beispiel Socken.

Über das innBW-Institut DITF

Die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) sind das größte Textilforschungszentrum in Europa mit mehr als 300 wissenschaftlichen und technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Als einzige Textilforschungseinrichtung weltweit decken sie auf einer Fläche von über 25.000 Quadratmetern die gesamte Produktions- und Wertschöpfungskette von Textilien ab. Seit 1921 bearbeiten die DITF alle wichtigen textilen Themenfelder. Die DITF zählen zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet.

www.ditf.de