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28.02.2018

Zahl der Elektroautos auf Rekordhoch

Anzahl der Elektrofahrzeuge von 2012 bis 2017, weltweit. Grafik: ZSW

Anzahl der Elektrofahrzeuge von 2012 bis 2017, weltweit. Grafik: ZSW

Eine nachhaltige Infrastruktur gilt als wichtiger Bestandteil beim Erreichen energie- und klimapolitischer Ziele. Die Elektromobilität blickt dabei rosigen Aussichten entgegen: Weltweit hat sowohl der Bestand an Elektrofahrzeugen als auch die Anzahl der Neuzulassungen im Jahr 2017 ein neues Rekordhoch erreicht. Das geht aus einer Erhebung des innBW-Instituts Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Mehr als ein Drittel der 3,2 Millionen Elektroautos weltweit rollen auf Chinas Straßen, gefolgt von den USA und Japan. Nur das Ursprungsland des Autos bleibt hinter den hohen Erwartungen zurück: Mit 93.000 Elektromobilen belegt Deutschland lediglich Platz 8.

Mit einer Verdopplung der E-Fahrzeuge von 2016 auf 2017 erzielte der deutsche Markt den gleichen Wachstumsschub wie Japan. Gleich zwei deutsche Automobilunternehmen befinden sich unter den Top 5 der erfolgreichsten Hersteller von E-Fahrzeugen weltweit: BMW schafft es mit 67.940 im vergangenen Jahr zugelassenen E-Autos auf Rang 4, noch vor VW mit 52.250 E-Fahrzeugen. Spitzenreiter sind die chinesischen Hersteller „Build Your Dreams“ (BYD) und „Beijing Automotive Industry Holding“ (BAIC) mit jeweils rund 100.000 im Jahr 2017 zugelassenen Elektroautos. Platz 3 belegt das US-amerikanische Unternehmen Tesla mit 86.770 E-Mobilen.

„Trotz des schwachen heimischen Marktes befindet sich die deutsche Autoindustrie auf einem guten Weg zum wettbewerbsfähigen Anbieter“, sagt Prof. Werner Tillmetz. „Um mit der weltweiten Dynamik weiter Schritt halten zu können müssen jedoch weitere, große Anstrengungen folgen.“

Weltweit liegt die Wachstumsrate der Neuzulassungen bei etwa 55 Prozent. Damit entspricht sie ungefähr den Werten der vergangenen Jahre. Bleibt sie auch weiterhin auf diesem Niveau, wird die Anzahl der neu zugelassenen E-Fahrzeuge 2025 auf mehr als 25 Millionen ansteigen. Das ZSW bezieht sich dabei ausschließlich auf Fahrzeuge, die mit Strom betrieben werden. Die Daten stammen unter anderem vom Kraftfahrtbundesamt sowie internationalen Behörden und Verbänden.

Über das ZSW:

Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gehört zu den führenden Instituten für angewandte Forschung auf den Gebieten Photovoltaik, regenerative Kraftstoffe, Batterietechnik und Brennstoffzellen sowie Energiesystemanalyse. An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind derzeit rund 235 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 90 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte. Das ZSW ist Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg (innBW), einem Zusammenschluss von 13 außeruniversitären, wirtschaftsnahen Forschungsinstituten.

www.zsw-bw.de