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22.01.2018

Innovative Bettdecken besser testen

Gesucht: Kennzahlen zum Wärme- und Feuchtemanagement von Textilien aller Art. Foto: Hohenstein Group

Gesucht: Kennzahlen zum Wärme- und Feuchtemanagement von Textilien aller Art. Foto: Hohenstein Group

Die Textilindustrie entwickelt derzeit verstärkt innovative Füllmaterialien für Bettdecken. Das Wärme- und Feuchtemanagement der neuen Materialien lässt sich jedoch mit herkömmlichen Mess- und Bewertungsmethoden nicht ausreichend beschreiben. Dieses Problem soll jetzt eine High-Tech-Gliederpuppe des innBW-Instituts Hohenstein Group lösen: Die Gliederpuppe mit dem Namen „Sherlock“ strahlt Wärme ab und kann gleichzeitig auch schwitzen. Die Ergebnisse der Materialtests sollen es Herstellern ermöglichen, bekleidungsphysiologisch noch bessere Bettecken zu entwickeln. Auch Produzenten von Füllmaterialien und die Outdoor-Industrie können die Ergebnisse nutzen. Mit ersten Resultaten rechnen die Hohenstein-Wissenschaftler im Frühjahr 2019.

Um den thermophysiologischen Komfort von Bettecken zu messen, mussten Forscher bislang zwei Versuche durchführen. Einmal mit Hilfe eines Hautmodells den Feuchtetransport messen und ein weiteres Mal mit einer thermischen Gliederpuppe den Wärmetransport untersuchen. Von der Kombination der beiden Tests erhofft sich die Hohenstein Group schnellere, günstigere und individuellere Materialprüfungen etwa von 3D-Maschenwaren oder Füllungen mit mikrofeinen Faserstrukturen – Sherlock auf der Spur der optimalen Bettdecke.

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Während des Schlafes kommt der Körper mit verschiedenen textilen Materialien wie Matratze, Bettdecke, Bett- und Schlafwäsche in Kontakt. Physiologisch betrachtet nimmt die Bettdecke den größten Einfluss auf den Wärme- und Feuchtigkeitsausgleich während des Schlafens. Schließlich soll sie die notwendige Wärmeisolation bieten, damit während des Schlafens keine Auskühlung des Körpers erfolgt. Andererseits soll die Bettdecke, die vom Mensch produzierte Feuchtigkeit ableiten, um ein trockenes Bettklima zu gewährleisten.

Über das innBW-Institut Hohenstein Group

Die Hohenstein Group gehört mit insgesamt rund 600 Mitarbeitern am Standort Bönnigheim sowie in weltweit über 40 Kontaktbüros zu den bedeutendsten unabhängigen Forschungs- und Prüfungseinrichtungen im textilen Sektor. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung von innovativen Produkten und Verfahren sowie ein breites Spektrum von Textilprüfungen und Zertifizierungen bilden das Hauptgeschäft. Auftraggeber sind Industrie und Handel. Die Hohenstein Group wurde 1946 gegründet und werden bis heute als Familienunternehmen geführt.

www.hohenstein.de